2013 |
HEISS SERVIERTE KURZFILME
Die «Kinofabrik» ist inspiriert von der internationalen «Kino’00»-Bewegung aus Montréal. Begonnen hat dieses Abenteuer im Jahr 1999: Vom Endzeitwahn getrieben entschieden sich kanadische Filmfreunde ihre ganze vermeintlich verbleibende Zeit ins Filmemachen zu investieren. So wurden im Jahr 2000 mehr als 200 Kurzfilme produziert. Weltweit sind inzwischen um die 50 Gruppen auf vier Kontinenten aktiv, so auch in Basel. Diesen Dezember organisiert die Basler «Kinofabrik» die Veranstaltung «Kinokabarett».
«Kinokabarett» versammelt Menschen, die Lust und Spass daran haben, Kurzfilme zu produzieren: Profis, die genug vom Alltagsdreh zwischen Werbefilm und Bedienungsanleitung haben; Amateurschauspieler, die doch noch unsterblich werden wollen; begnadete Dilettanten der Szenerie und Requisite, Hasardeure der Kamera und Draufgängerinnen des Schnitts – alle können mitmachen! Eine Produktionsrunde dauert 48 Stunden und beginnt mit einem Eröffnungsanlass, bei dem man sich gegenseitig kennenlernt. Im «KinoLab» findet danach das erste Produktionsmeeting statt: Regisseure suchen Storyschreiber, Kameraleute suchen Schauspieler – und umgekehrt. Spontan werden Teams gebildet, Storys ausgedacht, Szenen gedreht und Videomaterial zusammengeschnitten. Nach 48 Stunden treffen sich alle zum ersten Screening und schauen die entstandenen Produktionen gemeinsam an. Gleich im Anschluss startet die zweite Runde: Die Teams können sich neu mischen und in weiteren 48 Stunden neue Filme drehen. Beim Finale werden alle Filme präsentiert und gefeiert.
Wer also Lust hat, bei diesem filmischen Abenteuer dabei zu sein, kann sich am 7. Dezember um 18 Uhr im Jugi an der Mülhauserstrasse 55 einfinden und beim «Kinokabarett» mitmachen.
Und wer soll sich die Streifen im Stadtkino Basel anschauen? Alle, die genug haben von dem, was sie schon kennen, und die staunen wollen, was alles in 48 Stunden möglich ist.